Insolvenzbedingter Ausfall privater Darlehensforderung als Verlust bei Einkünften aus Kapitalvermögen

Der endgültige Ausfall einer Kapitalforderung führt nach Einführung der Abgeltungsteuer zu einem steuerlich anzuerkennenden Verlust in der privaten Vermögenssphäre. Im Fall der Insolvenzeröffnung über das Vermögen einer GmbH kann der Darlehensgeber seinen Ausfall entsprechend steuerlich geltend machen. Inwieweit diese Grundsätze auch für einen Forderungsverzicht oder etwa den Verlust aus der Auflösung einer Kapitalgesellschaft gelten, hatte der BFH nicht zu entscheiden. Auch in diesem Bereich dürfte jedoch die mit der Abgeltungsteuer eingeführte Quellenbesteuerung die traditionelle Beurteilung von Verlusten beeinflussen, heißt es in der Mitteilung des Gerichts.
Bundesfinanzhof, Urteil vom 24.10.2017 – VIII R 13/15)