Die Vorteile überwiegen in der Summe

Leider gibt es viele Vorbehalte gegen das Verfahren. Es kursieren auch viele Halbweisheiten und falsche Aussagen. Im Privatinsolvenzverfahren schreibt dem Schuldner niemand vor, für was er sein Geld verwenden darf und wofür nicht. Dem Schuldner wird auch nicht alles weg genommen.

Vielmehr erhält der Schuldner einen persönlichen Schutzschirm, der ihn vor den Gläubigern schützt. Der Schuldner soll in Ruhe seiner Arbeit nachgehen können, um über den pfändbaren Anteil des Einkommens eine geregelte Schuldentilgung leisten zu können. Dabei geht es immer nur um den pfändbaren Anteil, also einem geringen Teil des Einkommens. Nur dieser Teil wird zur Schuldentilgung eingesetzt. Aber nicht auf unbestimmte Zeit; sondern längstens für 6, 5 oder 3 Jahre. Wie hoch der Anteil ist bestimmt sich nach der Leistungsfähigkeit. Damit ist die Schuldentilgung sozialverträglich.

Nachteilig ist – wenn man so will – lediglich die fehlende Kreditwürdigkeit. Aber die besteht doch bei den Meisten auch ohne das Verfahren schon.

Im Einzelnen sind die Vorteile:

  • von Anfang an keine Post mehr von Gläubigern
  • von Anfang an kein Besuche mehr vom Gerichtsvollzieher
  • nur noch eine Ansprechpartner und eine monatliche Rate
  • garantierte Restschuldbefreiung nach 6, 5 oder 3 Jahren

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Frank Lauterbach
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Arbeitsrecht
geprft. Wirtschaftsassistent

Tel: +49-89-242 915-0
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